Oft sind Konzertkritiken wie ein Damoklesschwert. Immer werden sie von uns mit Spannung erwartet. Und immer haben sie eine Wirkung auf alle Beteiligten - Knaben und ihre Eltern, Vorstand und weiteres Umfeld.

Fällt die Kritik vernichtend aus, so wirkt das tief und lange hinein in die Probenarbeit, die Motivation zur Mitarbeit und die Sicherheit  auf den Weg zum nächsten Auftritt. Umgekehrt, fällt sie überschwenglich aus, lässt sich kaum noch über eventuell Bedenkens- und Vermeidenswertes diskutieren. In jedem Falle wird sie aufmerksam und sorgfältig von all denen gelesen, die das Konzert miteinander verantworteten und gestalteten.  

Selbstverständlich: Erst einmal muss ein Chor sich nach Kräften bemühen ein gelingendes Konzert auf die Beine zu stellen. Dies ist schon der prägenden Erfahrung wegen - besonders bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen - von elementarer Wichtigkeit.

Und natürlich: Eine Kritik hilft bei der Reflexion dessen, was war oder eben auch nicht war. Und auch von einer schlechten Kritik geht die Welt nicht unter.

Dennoch wundert mich: Wieso ist es manchmal so schwer, anerkennend und doch differenziert zu bleiben, etwas das nicht gelingt ohne Empörung milde zu benennen, die Freude des Publikums gelassen zu teilen?

So bleibt zuweilen der fromme Wunsch, einmal mit dem Kritiker tauschen zu dürfen, in der schelmischen Überzeugung, dies könnte eine Win-Win-Situation werden....

So wünsche ich allen ein gutes, neues, erfolg- und ertragreiches Jahr 2016

Lorenz Heimbrecht

Weihnachten ruht dieser Blog. Am 31.12. sind hier wieder Gedanken zum Knaben an sich und im Besonderen im Chor zu lesen.

Eine geruhsame und friedliche Weihnachtszeit allen

Lorenz Heimbrecht

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...nach dem Konzert...

Es ging gut. Es ging allen Beteilgten gut - den Zuhörern, den Sängern. Das ist ideal! Meiner Auffassung nach gelingt das Konzert, wenn alle - Hörer wie Musizierende - gleichermaßen frei sein dürfen. Ein schweres Unterfangen, verbunden mit intensive´m Üben zuvor, der Zeitplanung dazu, dem Einrichten des Raumes, dem richtigen Licht und nicht zuletzt verbunden mit alldem, was ein jeder mit sich bringt aus dem  Alltag zuvor (Zahnschmerzen, die verhauene Arbeit, Müdigkeit; aber auch: überschießende Vorfreude, Aufregung, das Gefühl von Verantwortung für den Chor...)

Hölderlin schreibt sinngemäß in seinen Eigenreflexionen: "Die Künstler müssen sich in Acht nehmen, weder von der Schwermut des Alltags niedergedrückt zu werden noch in die Höhe zu fallen..."

Viele Faktoren, mögen sie auch noch so bedacht sein, liegen letztlich nicht in unserer Hand. Jedes gelungene Konzert ist deshalb ein Geschenk.

So war es diesmal! Wir sind nicht in die Höhe gefallen (und auch nicht gestiegen...), und haben doch den Alltag aus dem Raum verbannen können (und sind auch nicht gesackt...). Die Kritik schreibt, es war warm trotz kalter Kirche.

Herzlichen Dank allen Beteiligten für ihren Beitrag: den Musizierenden sowie ihren Zuhörern

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Nächste Woche zur Macht der Kritik

In zwei Wochen: das Solisten-Dasein im Chor und sein Klippen

Nichts ist wichtiger für den Chor als das Konzert, finde ich. Hier erntet man die Anerkennung für die Mühen der Proben. Und erst danach können alle auf einen abgeschlossenen Prozess schauen, stolz sein und einen Kakao genießen oder was sich eben nach einem Konzert so gehört..

Herzliche Einladung zum Konzert am 12. Dezember um 15.30 Uhr in St.Marien, Alfeld und am 13. Dezember um 17.00 Uhr in Michaelis, Hildesheim. 

L.Heimbrecht


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