Jeder kommt mit Lust zur Probe und singt unverstellt aus vollem Halse ohne Vorbehalt, um dann voll Neugier die anderen zu hören. Danach singen wir alle begeistert miteinander...

LH

Vieles an der Chorarbeit ist nicht sichtbar. Der Zuhörer sieht und hört immer nur immer die Spitze... das Konzert! 

Die Chorsänger erleben immerhin die Probe und das Werden des Stückes. Damit befinden wir uns immerhin schon unterhalb der weithin sichtbaren Spitze dieses doch recht großen Gebildes Chorarbeit.

Darunter liegt Organisatorisches: Werbung von Mitgliedern, Erstellen von Plakaten, Erdenken von Programmen, Telefonieren mit Kulturpartner etc. etc.! Ein wirklich weites Feld!

So darf man zum Beispiel dankbar sein, dass kurz vor der Irlandreise der dortige Kollegen hofft(!), an dem Tag, an dem wir vorab für Organisatorsiches nach Dublin fliegen, Zeit zu haben. 

Eins wird man bei dieser Arbeit bestimmt nie: unflexibel! Und ein zweites lernt man notgedrungen, wenn es einem nicht in die Wiege gelegt wurde: Langmut!

Harren wir humorvoll der Dinge, die da kommen.

 

Dieser Blog ruht in der Sommerwärme bis Anfang August.

Allen ein erholsames Sein

LH

Jean Tinguely (1925-1991), dem neben seinem eigenen Museum in Bern ( http://www.tinguely.ch/de.html ), gerade u. a. eine große Ausstellung in Düsseldorf gewidmet ist ( http://www.art-in-duesseldorf.de/ausstellungen/jean-tinguely-super-meta-maxi.html ) ist mir ein guter Ideengeber für die Chorarbeit.
Tinguely baut Maschinen aus scheinbar wertlosem Zeug. Der geschaffene Organismus weist aber jedem Teil einen Wert zu, alles greift ineinander, gibt sich durch die Bewegung gegenseitig Wert. Dabei waren Wert und Stellung des einzelnen Rädchens im Ganzen vorher nicht einmal in Ansätzen absehbar. Die Schönheit, die Sinnhaftigkeit des Ganzen ist aber durch den Kompositeur Tinguely so offensichtlich, dass man nur stauen mag.
Kommt nun ein neuer Knabe, singt er meist leise; singt er länger ist trotzdem nicht gesagt, dass er je Solist wird. Ich bin aber sicher: JEDE Entwicklung innerhalb des Chores ist wertvoll. Es sind alle in den Blick zu nehmen und jeder Mensch sollte seinen Wert, seine gute Funktion im Chor finden können. Die, die mehr aus sozialen, denn aus stimmlichen Gründen im Chor sind, sind wahre Schätze und Motoren des Chorklangs. Ein überzeugender, ein guter Klang speist sich aus dem sozialen Empfinden des Chores als einer sinnvollen Einheit.
So probiere ich weiter daran, Chororganismen mitentwickeln zu dürfen, an denen man schon im Auftritt sehen kann, dass jeder eine gute Funktion für das Ganze einnehmen kann.  Was braucht es dafür?

Lorenz Heimbrecht


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